Ratgeber

Was kostet individuelle Software 2026? Ehrliche Zahlen statt "kommt drauf an"

Marko Jeftic

Marko Jeftic · Mitgründer und Geschäftsführer

15. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Wer Agenturen nach dem Preis für individuelle Software fragt, bekommt meist dieselbe Antwort: kommt drauf an. Das stimmt zwar, hilft aber niemandem, der ein Budget planen muss. Deshalb hier der Versuch einer ehrlichen Antwort mit konkreten Zahlen, den echten Kostentreibern und der Erklärung, warum sich die Preise gerade grundlegend verschieben.

Die kurze Antwort: die Preisspannen 2026

Für KI-gestützt entwickelte Individualsoftware in Produktionsqualität bewegen sich die Projektkosten aktuell grob in diesen Spannen:

Kompakte Tools mit einem Kernprozess und wenigen Ansichten, etwa ein internes Freigabe-Tool oder ein Berechnungswerkzeug: ab etwa 9.000 bis 15.000 Euro.

Typische Projekte mit mehreren Modulen, Nutzerrollen und ein bis zwei Integrationen, etwa ein Kundenportal oder die Ablösung einer Standardsoftware: 18.000 bis 28.000 Euro.

Umfangreiche Plattformen mit vielen Modulen, komplexer Fachlogik und mehreren Schnittstellen: ab etwa 32.000 Euro, nach oben je nach Umfang offen.

Dazu kommen laufende Kosten für Betrieb und Pflege, bei uns als optionales Care-Abo ab 590 Euro pro Monat. Zum Vergleich: Dieselben Projekte hätten mit klassischer Entwicklung vor wenigen Jahren das Zwei- bis Vierfache gekostet. Warum, dazu gleich mehr.

Die fünf Kostentreiber, die wirklich zählen

Ob dein Projekt am unteren oder oberen Rand der Spanne liegt, entscheiden im Wesentlichen fünf Faktoren:

1. Anzahl der Integrationen. Jede Anbindung an ERP, CRM, DATEV oder andere Bestandssysteme kostet Aufwand für Schnittstellen, Datenabgleich und Fehlerbehandlung. Faustregel: Integrationen sind häufiger der Kostentreiber als die eigentliche Anwendung.

2. Nutzerkreis und Rollen. Ein Tool für fünf interne Nutzer braucht weniger Absicherung als ein öffentliches Portal mit Selbstregistrierung. Mit dem Nutzerkreis wachsen Anforderungen an Rechteverwaltung, Sicherheit und Skalierung.

3. Datenmigration. Wer eine bestehende Lösung ablöst, bringt Altdaten mit. Deren Struktur und Qualität bestimmen, ob die Migration ein Wochenende oder ein Teilprojekt ist.

4. KI-Funktionen. Chat-Assistenten oder Dokumentenanalyse sind heute bezahlbar, brauchen aber eigene Qualitätssicherung: Evaluation, Quellenbindung, Kostensteuerung. Seriös umgesetzt sind sie ein Aufschlag von grob 15 bis 25 Prozent, nicht der Hauptposten.

5. Compliance-Anforderungen. DSGVO-Basics gehören zum Standard. Besondere Anforderungen wie On-Premise-Betrieb oder Konzern-Sicherheitsprüfungen kosten zusätzlich Zeit, sind aber planbar, wenn sie von Anfang an bekannt sind.

Warum die Preise gefallen sind und wo der Haken liegt

Der Grund für die neuen Preisspannen ist kein Preiskampf, sondern Produktivität: KI-Agenten übernehmen den Großteil der Schreibarbeit, erfahrene Entwickler steuern, prüfen und geben frei. Der Haken: Genau an diesem Prüfen trennt sich der Markt. Anbieter, die nur generieren lassen, sind noch billiger, liefern aber Software, die im Alltag bricht und deren Folgekosten die Ersparnis auffressen. Woran du den Unterschied erkennst, haben wir im Vergleich von Vibe Coding und Vibe Engineering aufgeschrieben.

Einmalkosten gegen Dauerkosten: die eigentliche Rechnung

Die interessanteste Rechnung ist für viele Mittelständler nicht "was kostet der Bau", sondern "was kostet er im Vergleich zu dem, was ich heute zahle". Wer jährlich 40.000 Euro Lizenzkosten für eine Standardsoftware trägt, die nur zu einem Bruchteil genutzt wird, erreicht mit einem Projekt im mittleren Bereich der Spanne den Break-even oft schon im ersten Jahr, und besitzt die Software danach. Wann sich dieser Wechsel rechnet und wann nicht, rechnen wir in einem eigenen Artikel durch.

So bekommst du eine belastbare Zahl für dein Projekt

Spannen sind gut für die Budgetplanung, entscheiden kannst du nur mit einer konkreten Zahl. Der schnellste Weg dahin: ein kostenloses Erstgespräch, in dem wir dein Vorhaben konkret einschätzen. Und bevor du irgendetwas unterschreibst, siehst du bei uns einen funktionierenden Teilbereich deiner Software, kostenlos. Dann reden wir über einen Festpreis, nicht über Schätzungen.

Marko Jeftic

Marko Jeftic

Mitgründer und Geschäftsführer

Baut Ciconia seit 2017 mit auf und hat Projekte vom regionalen Marktplatz bis zur KI-Plattform mit 13.000 Nutzern verantwortet. Dein Ansprechpartner vom Erstgespräch bis zur Übergabe.

Rechne dein Projekt konkret durch: Im kostenlosen Erstgespräch bekommst du eine belastbare Einschätzung.

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